Monatsarchiv für November 2007

Workshop Dufttarts selbermachen

Das Dufttarts einfach toll sind, habe ich ja letztens erst festgestellt. Wie man die duften Teile selbst herstellen kann, zeige ich in diesem Workshop:

1. Folgende Arbeitsgeräte werden benötigt:

Einen alten Topf, Becherglas (oder ausgespülte Konservendose), Thermometer (evtl.), Kerzenwachs, alte Zeitungen, hitzebestabiler Rührlöffel, Parfümöle, Kerzenfarben und Gießformen.

2. Arbeitsvorbereitung:

Schaffe Dir Platz auf der Arbeitsfläche und decke Sie mit Zeitungspapier, Wachstischdecke oder Ähnlichem ab. Danach geht es auch schon los und die benötigte Wachsmenge kann abgewogen werden. Das am Besten geeignete Wachs für Dufttarts ist eine Mischung aus 80% Paraffin und 20% Stearin.
Zur Info: Eine Dufttartform fasst ca. 30g Kerzenwachs. Ich gieße meistens direkt 10 Dufttarts, benötige daher also knapp 300g Kerzenwachs. Danach darf das Wachs abgewogen werden Eine Dufttart-Form fasst etwa 30g Kerzenwachs.

3. Kerzenwachs schmelzen:

Nun das Kerzenwachs im Wasserbad auf niedriger Temperatur, das Wasser darf nicht kochen, langsam schmelzen. Dies kann eingige Zeit dauern, zwischendurch darf man immer mal wieder rühren. Um kleine Missgeschicke oder Unfälle zu vermeiden, behalte ich das Kerzenwachs stets im Auge. Wachs ist entflammbar! Bei niedrigen Temparaturen kann jedoch nichts passieren.

4. Die Farbe:

Nachdem das Wachs geschmolzen ist, schalte ich die Herdflamme ab und rühre die Kerzenfarbe ein. Ich benutze dafür spezielle Wachsfarbe, die in kleinen Pellets dosiert wird. Am Anfang rate ich dazu, eher sparsam zu dosieren. Sollte die Farbe zu blass werden, kann man später immer noch nachfärben. Die Farbpellets sind jedoch meist sehr farbintensiv, deshalb ist etwas Vorsicht angebracht.

5. Der Farbtest:

Um den Farbton zu testen, gebe ich einen Tropfen Farbe auf ein Stück Pergamentpapier / Butterprotpapier. Der Wachstropfen erstarrt ziemlich schnell und man kann die endgültige Farbe erkennen. Je nachdem kann man jetzt noch mehr Farbe zugeben, ich bin jedoch ganz zufrieden mit meiner Eidotter-Farbe und lasse die Farbe genauso, wie sie ist :-)

6. Das Wichtigste: Der Duft!

Nach der Farbe rühre ich mein gewünschtes Parfümöl ein, für Dufttarts benutze ich ausschließlich Parfümöle, da mir Ätherische Öle dafür zu schade sind. Bzw. verfliegen Ätherische Öle auch schneller als Parfümöle, und die Duftauswahl ist bei Parfümölen natürlich gigantisch.
Als Anhaltspunkt zur Dosierung empfehle ich 20ml Duft auf 500-1000g Kerzenwachs. Die Menge des Dufts variiert nach Vorlieben und auch je nach Intensität des Parfümöls. Hier heißt es am Besten selbst herausfinden, wie intensiv man die Dufttarts mag.
Kleiner Tipp: Bin ich später mit der Duftintensität des Tarts nicht zufrieden, so schmelze ich einfach wieder alles ein und gebe noch mehr Duft dazu. Das ist überhaupt kein Problem.

7. In die Form gießen:

Nach Zugabe des Duftes, gieße ich das Kerzenwachs in die Tartformen. Wer mit einem Thermometer kontrollieren möchte: Die optimale Gießtemperatur liegt knapp über dem Schmelzpunkt (>65°C). Ich benutze kein Thermometer, sondern mache das eher nach Gefühl.
Das Kerzenwachs sollte langsam und gleichmäßig ausgegossen werden, um eine schöne und glatte Struktur, ohne Löcher zu bekommen.

8. Der Feinschliff:

Während dem Abkühlen zieht sich das Wachs zusammen und es bildet sich ein kleiner “Krater” in der Mitte der Form. Deshalb gieße ich die kleine Mulde nach knapp 20 Minuten nochmals mit Kerzenwachs aus, um eine schöne und glatte Oberfläche zu erhalten. Das muss nicht sein, ich bin jedoch Perfektionist. :)

9. Dufttarts aus der Form stürzen:

Die Dufttarts lassen sich in der Regel ganz leicht aus der Form stürzen, sobald sie abgekühlt sind. Sollte dies nicht funktionieren, greife ich auch mal zu stärkeren Mitteln in Form eines Tiefkühlers. Dazu die Förmchen einfach für knapp eine Minute ins Eisfach stellen, danach lassen sich die Tarts ganz einfach ablösen. Aber nicht zu lange einfrieren, denn dann besteht leider Bruchgefahr!

So, jetzt ist es geschafft und die ersten Dufttarts sind gegossen. Jetzt darf herumprobiert werden, mit Farben und Parfümölen. Viel Spaß dabei!

Heute möchte ich Euch Dufttarts vorstellen.

Dufttarts sind kleine, duftende Wachsteilchen, die man in die Schale einer Duftlampe legt. Durch Anzünden der Duftlampe schmilzt das Wachs und die Dufttarts verströmen ihren leckeren Duft im Raum.

Praktisch dabei ist, dass die Tarts wieder fest werden, sobald die Kerze in der Duftlampe erloschen ist. Sie sind also durchaus mehrmals zu gebrauchen. Möchte man zwischenzeitlich einen anderen Duft im Lämpchen riechen, kann man den geschmolzenen Dufttart leicht entfernen (zur Not, das komplette Duftlämpchen einfach 1 Minute ins Eisfach legen).

Mein Fazit: Dufttarts sind einfach toll, sie schauen sehr dekorativ aus, es gibt sie in allen Farben und den leckersten Düften. Und, sie sind einfach und praktisch in der Handhabung, vorbei ist die ständige Säuberungsaktion der Duftlämpchen nach dem Gebrauch von diversen Parfümölen.
Und das Beste überhaupt: Man kann die kleinen Duftteilchen auch selbst machen. Doch dazu mehr in einem der nächsten Beiträge.

Anbieter von Ätherischen Ölen gibt es wie Sand am Meer. Doch worauf muss bei der Flut an Angeboten geachtet werden, um eine gute Qualität zu erstehen?

Die Bezeichnung “100% naturreines, Ätherisches Öl”, ist leider keine geschützte Bezeichnung, sodass jeder Hersteller und Händler seine Ätherischen Öle mit diesem Begriff deklarieren darf. Leider wird diese Tatsache viel zu oft ausgenutzt, sodass Sie teilweise auch synthetisch hergestellte “Ätherische Öle” angeboten bekommen.

Einen seriösen Anbieter erkennen Sie daran, dass dieser alle erforderlichen Angaben zu den Ätherischen Ölen offenlegt. Achten Sie daher beim Kauf auf folgende Deklarationen:

Botanischer und deutscher Pflanzenname:
Um Verwechselungen auszuschließen, sollten beide Namen angegeben sein. So wird z.B. Amyrisöl (Amyris balsamifera) of fälschlicherweise als Sandelholzöl (Santalum album) angeboten.

Angabe des benutzten Pflanzenteils:
Dies ist wichtig, da man aus einer Pflanze ganz unterschiedlich duftende Ätherische Öle gewinnen kann. So kann Nelkenöl beispielsweise aus Wasserdampf-Destillation der getrockneten Nelkenknospen, als auch aus den Blättern hergestellt werden. Der Duft des Ätherischen Öls aus der Nelkenknospe riecht weithaus feiner als der Duft der destillierten Nelkenblätter.

Der Anbau:
Man unterscheidet bei der Anbauart zwischen konventionellem und kontrolliert biologischem Anbau, sowie der Wildsammlung. Konventioneller Anbau sagt aus, dass nicht auf chemische Düngungs- und Verarbeitungsmittel verzichtet wird. Sämtliche eingesetzten Pestizide können als Rückstände im Ätherischen Öl bestehen bleiben. Bedenken Sie dies bitte bei der gesundheitlichen und therapeutischen Anwendung von Ätherischen Ölen und greifen Sie daher lieber auf Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau zurück. Dort wird auf den Einsatz von Chemie verzichtet.
Wildsammlung bedeutet lediglich, dass die Pflanzen wild gesammelt werden. Sicherheit auf pestizidfreie Produkte liefert dies jedoch nicht.

Angabe des Ursprungsland:
Auch hier gibt es Unterschiede bezüglich der Qualität der Ätherischen Öle, deshalb ist es hilfreich, das Ursprungsland zu wissen.

Angabe des Gewinnungsverfahren:
Man unterscheidet zwischen Kaltpressung, Extraktion und Wasserdampf-Destillation.
Die Kaltpressung wird hauptsächlich bei Zitrusölen angewandt. Das hierbei entstehende Ätherische Öl, wird per Zentrifugierung von der Flüssigkeit abgetrennt.
Die Extraktion kommt bei Blütenölen zum Einsatz. Hierbei werden die Aromastoffe der Pflanzen mit Hilfe eines Lösungsmittels herausgefiltert. Wichtig ist bei der Extraktion auch die Angabe des Lösungsmittels (Alkohol oder Hexan).
Die verbreiteste Art der ätherischen Ölgewinnung ist die Wasserdampf-Destillation. Hierbei löst heißer Wasserdampf die Ätherischen Öle aus den Pflanzen.

Angaben bei Verdünnungen:
Manche Ätherischen Öle werden mit Öl oder Alkohol verünnt. Bei Verdünnungen sollte immer das jeweilige Verdünnungsmittel, sowie die Angabe der Verdünnung in Prozent, angegeben sein.
Deutscher und botanischer Pflanzenname

Kindersicherheitsverschluss inkl. ertastbarem Warnzeichen:
Ätherische Öle müssen mit einem Kindersicherheitsverschluss verkauft werden. Viele Händler lassen dies noch außer Acht, da die sicheren Verschlüsse einen Mehraufwand darstellen. Auch das ertastbare Warnzeichen muss entweder auf dem Etikett selbst aufgedruckt, oder aber direkt auf den Verschluss aufgedruckt sein.

Sonstige Angaben auf dem Etikett:
Nicht fehlen dürfen zusätlich noch folgende Angaben auf dem Etikett des Ätherischen Öls:

  • Angabe der Chargennummer (Mit Hilfe der Chargennummer kann man beim Hersteller Angaben zu Testergebnissen abrufen)
  • Angabe der Füllmenge
  • Vermerk: “Kindersicher aufbewahren” (Auch wenn es logisch erschein, dass Ätherische Öle nicht in Kinderhände gehört, sollte dieser Vermerk zusätzlich dem Etikett aufgedruckt sein)
  • vollständige Firmenadresse des Lieferanten

Zu guter Letzt achten Sie darauf, dass Ätherische Öle immer in Braunglasflaschen angeboten werden. Lichteinflüsse können die Qualität der Öle herabsetzen.

Sind diese Bedingungen alle erfüllt, können Sie davon ausgehen, an einen seriösen Anbieter geraten zu sein, der Ihnen eine gute Qualität an Ätherischen Ölen verkaufen möchte. :)

admin

Was sind Parfümöle?

Was sind eigentlich Parfümöle, wie werden sie hergestellt und was genau kann man mit den Düftchen anstellen? Die Antwort auf die erste Frage, was Parfümöle eigentlich sind, bekommt Ihr genau jetzt:

Parfümöle sind synthetisch hergestellte Duftstoffe, die man ausschließlich für Duftanwendungen benutzt. Sie duften länger und intensiver als Ätherische Öle und es gibt sie in unendlich vielen Duftrichtungen. Es ist wirklich für jeden Duftgeschmack etwas Passendes zu finden. Die Auswahl reicht von A wie Ananas bis Z wie Zen Garden. Die einzelnen Parfümöle lassen sich untereinander wieder mischen und es kommen somit wiederrum völlig neue Duftrichtungen zum Vorschein.

Parfümöle haben jedoch keinerlei aromatherapeutische Wirkung, sowie das bei Ätherischen Ölen der Fall ist.

Die Anwendungsmöglichkeiten von Parfümölen sind ebenso vielfältig, wie die verschiedenen Duftrichtungen. So ist es möglich ein Parfüm selbst zu machen, indem man die Duftstoffe mit Alkohol oder Pflanzenöl mischt. (Demnächst folgt hierzu ein Workshop)

Es können Dufttarts oder Duftkerzen hergestellt werden, und das für relativ wenig Geld und mit hohem Spaßfaktor.

Für Seifensieder sind Parfümöle sehr interessant und perfekt geeignet, um die selbstgesiedeten Seifen mit himmlischen Düften auszustatten. Nur wenn die/der Sieder(in) eine rein “natürliche” Seife möchte, sollte hier vielleicht besser auf Ätherische Öle zurückgegriffen werden.